Padjelanta Nationalpark

Sechswöchige Wildniswanderung in schwedisch Lappland - Teil 2: Padjelantaleden

31. Tag: Rastplatz · Brücke über den Vuojatädno · Akkastugorna · Änonjálmme · Ritsem

Ritsem

Die Luftmatrazenreparatur war erfolgreich und ich habe die Nacht sehr gut geschlafen. Vom ursprünglich angesagten schlechten Wetter ist weiterhin nichts zu sehen. Für heute habe ich runde 8 Kilometer bis zum Bootsanleger vor mir. Das Boot fährt entweder ganz früh oder am Nachmittag. Ich habe also Zeit und gehe den Tag gemütlich an. Vor allem möchte ich heute ein trockenes Zelt einpacken. Gegen 10:00 gehe ich los. Nach 45 Minuten schliesst sich der Kreis meiner bisherigen Wanderung. Ich kommen an den Punkt, an dem ich vor vier Wochen vom Padjelantaleden in den Sarek abgebogen bin.

TelefonsteinTelefonstein

Wenig später passiere ich meinen ersten Zeltplatz und komme an den Telefonstein. Von hier hat man wieder Empfang und so sende ich eine SMS dass ich es mir immer noch gut geht. Weiter bummel ich den Weg entlang. Um 12:00 erreiche die Brücke über den Vuojatädno. Inzwischen wurden die fehlenden Bretter ersetzt, aber ein anderes fehlt dafür.

Häuser von ÄnonjálmmeHäuser von Änonjálmme

An der Akkastugorna hängt Wäsche zum trocknen. Ich passiere die Hütte und mache mich auf den letzten Abschnitt nach Änonjálmme. Dort möchte ich dem Sami-Cafe einen Besuch abstatten. Um 13:30 komme ich an und leider hat das Cafe noch bis 15:00 zu. Weitere Wanderer treffen ein und so warten wir zusammen. Der Fahrplan, den ich vor meiner Reise auf der STF-Seite ausgedruckt hatte, stimmt auch nicht mehr. Das Boot fährt erst um 16.40. Pünktlich wie die Maurer geht Schlag drei Uhr die Tür vom Cafe auf. Ich gönne mir eine Sprite und Glökaka mit Käse. Für Abends erstehe ich noch einen geräucherten Öring.

MS Storlule am Anleger RitsemMS Storlule am Anleger Ritsem

Bis zum Anleger sind es nur ein paar Schritte den Hang hinab. Heute ist Sonntag und der letzte Ferientag in Schweden. Und so warten inzwischen einige auf das Boot nach Ritsem. Der See ist recht voll und es ist viel Schwemmholz im Wasser. Wir legen ab und fahren nach Vájsáluokta um auch dort Fahrgäste aufzunehmen. Anschliessen queren wir den Akkajaure und legen in Ritsem an. Der Weg zur STF-Ritsem kenne ich ja schon. Es gibt zwar eine steile Abkürzung, aber ich wähle mit anderen die bequemere Steigung der Strasse.

Die Jugendherberge ist sehr gut belegt. Ich komme zu einem schwedischen Paar auf das Zimmer und soll auf der schmalen Bank schlafen. Ich hatte mich schon so sehr darauf gefreut mich einmal wieder umdrehen zu können ohne von der Schlaffläche zu rutschen. Meine beiden Mitbewohner kommen aus Göteburg und überlassen mir die obere Etage des Doppelstockbettes. Da das untere Bett sehr breit ist, teilen sie sich das untere. Sehr nett das ganze. Und ich bedanke mich mit meinem schwedischen taschenbuch, welches ich inzwischen fertig gelesen habe. Wir tauschen uns noch ausgiebig über unsere Routen und interessanten Funde aus. Automatisch bekomme ich so gleich neue Ideen für weitere Wanderungen in der Zukunft.

In Ritsem werden im kleinen Shop einige nützliche Dinge verkauft. Ich hatte schon bei Beginn meiner Wanderung das Angebot inspiziert und so fällt es mir nicht schwer meinen Proviant für die nächsten Tage aufzustocken. Am Ende der Hauptsaison ist schon einges ausverkauft. Eine neue Gaskartusche benötige ich und die steht zum Glück noch da. Mit 460g komme ich rund 10 Tage aus. Ich habe noch einen kleinen Rest, und sollte mit der neuen bis zum Ende der Wanderung auskommen. Es gibt nur Schwarztee mit Erdbeeraroma. Das ist nun nicht so der Hit für mich, aber der einziges Wermutstropfen.

Morgen fahre ich den Bus nach Vakkotavare. Von dort will ich den Kungsleden nach Norden gehen und Richtung Nikkaluokta abbiegen. Über das Vistasvagge möchte ich dann bis nach Abisko wandern. Die Beine machen noch mit und für die nächsten drei Tage ist noch gutes Wetter angesagt.