Durch die Täler bei Abisko

Zweiwöchige Trekkingtour durch Schwedisch-Lappland

16. Tag: Allagasjávri · Unna Allagasstugorna · Ruovssokjohka · Válffojohka · Válffoluoppal · Fluss vom Vuolip Čorvvošjávri

Durch das Tal des Kamajåkka

Sie Sonne scheint kurz nach Sonnenaufgang aus Zelt um dann hinter den Wolken zu verschwinden. Um 7:30 kommt der erste Wanderer vorbei. Ich liege da noch im warmen Schlafsack. Ich stehe eine Stunde später auf. Als ich Regenwolken auf mich zu kommen sehe, beeile ich mich einzupacken. Mit trockenen Zelt im Rucksack lege ich das kurze Stück zur Unna Allagasstugorna schnell zurück.

STF Unna AllakasstugornaSTF Unna Allakasstugorna

In Unna Allakas unterhalte ich mich mit dem Stugvard. Rund 2000 Besucher haben in diesem Sommer in der Hütte übernachtet. Das Wetter soll nun besser werden, allerdings wohl erst so richtig wenn meine Zeit vorbei ist. Er erzählt mir noch, dass er vor einigen Jahren in der Vistasstugan Hüttenwart war. Ich nutze die Gelegenheit ihn nach dem Mårmapasset auszufragen und er bestätigt mir, dass die Felsen bei Nässe rutschig sind und es bei Schnee nicht so ein Vergnügen ist.

Furt am RuovssokjohkaFurt am Ruovssokjohka

Als ich weiter gehen will, bricht ein zweiter Wanderer auf. Wir haben bis zur Furt den gleichen Weg und tauschen uns den folgenden Kilometer über alle möglichen Tourideen aus. Nach der ersten Furt trennen sich unsere Wege. Er geht den Hang hinauf nach Norwegen und ich das Tal weiter entlang Richtung Abiskojaure. Zwei Arme des Ruovssokjohka muss ich nach einem Stückchen queren und gleich beim ersten muss ich die Crocs heraus holen. Ich lasse sie gleich an und lege die 50 Meter bis zum zweiten Arm in meine Watschuhen zurück. Während hinter mir Regenwolken vorbeiziehen, klart das Wetter vor mir immer weiter auf.

Am SnárapjávriAm Snárapjávri

Ich komme gut voran. Der Pfad führt über große Heideflächen, die schon herbstlich rot leuchten, und meidet die feuchten Flächen nahe des Flusses. Der Fluss vom See Skáŋgalanjávri stellt noch einmal ein unerwartetes Hindernis da, denn die Holzbrücke endet mitten im Fluss und ich muss wohl oder übel noch einmal die Crocs heraus holen. An beiden Seiten des kleinen Flusses gibt zwischen dem Gestrüpp Zeltplätze. Eine Holztreppe führt über einen Rentierzaun und dieser kündigt mir den Válffojohka an. Dieser Fluss führt reichlich Wasser und ans andere Ufer führt zum Glück eine stabile Holzbrücke. Ab dem Válffojohka führt der Weg überwiegend durch Birkenwald. Und Zeltplätze zu finden wird zunehmen schwieriger. Laut meinem Wanderführer soll es jedoch an den Flüssen Zeltmöglichkeiten geben. Ich will so dicht wie möglich nach Abiskojaure, so dass ich morgen am vorletzten Tag am Nissonjohka oder in Tältlägret übernachten kann.

Am ValffuluoppalAm Valffuluoppal

Am anderen Ufer steigt der Pfad erst an, um dann hinab über eine große Fläche zum Ufer des Válffoluoppal zu führen. Ich komme nun wieder in Fjällbirkenwald. Das Ufer des Kamajokka ist überwiegend sumpfig. Die Birken stehen so dicht, dass es keine Zeltplätze gibt. Schließlich komme ich an eine Lichtung. Eine Feuerstelle signalisiert mir gleich, hier kann ich zelten. Ich höre es im Wald rauschen und komme wenig später an die Brücke über dem Fluss, der dem Vuolip Čorvvošjávri entspringt. Es ist 16:00 Uhr und die Füße sind müde. Bis zum nächsten Fluss hinter Rovvidievvá sind es noch 3 Kilometer und ob ich da zelten kann weiß ich nicht. Ich entschließe mich zu bleiben. Da es direkt am Ufer keinen Platz gibt, gehe die 150 Meter zur Lichtung wieder zurück.

Ich nutze den Feuerplatz für ein gemütliches Lagerfeuer. Die Birken bieten genügend Feuerholz und brennen auch bei Nässe gut. Zum Abendessen gibt es Spaghetti in Tomatensoße mit Walnüssen. Als es anfängt zu regnen verkrümel ich mich in mein Zelt.

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Profil

Unna Allakas Hütte

Lage: Kungsleden

Lat/Long: 68°12'15.25"N, 18°11'6.83"E

Anzahl Betten: 11-25

Proviantverkauf: ja

Betreiber: STF Svenska Turist Foreningen

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