Lappland - Wandern im Kirunafjäll & Narvikfjell

Trekkingtour im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet zwischen Abisko und Navik

5. Tag: Tjäktja · Tjäktjapass · durch das Tjäktjavagge · Sälkastugorna

Von Tjäktja nach Sälka

Der Tag beginnt noch vor dem Frühstück mit Feuerholz spalten. Mit meiner kaputten Schulter engagiere ich mich lieber nur beim Tragen der Scheite in die Küche. Da jeder, der auf die Toilette muss, am Holzplatz vorbeikommt, gibt es viele Zuschauer und der eine oder andere Herr muss zeigen dass er es auch kann. Anita muss an diesem Tag die Axt nicht mehr schwingen, dass dürfte auch noch für die nächste Nacht reichen.

Gegen 10:00 machen wir uns auf den Weg. Es ist bedeckt, aber trocken. Ein leichter Wind bläst. Der Trockenraum hat gute Arbeit geleistet und der Schuh, welcher am Vortag in der Furt durch den Čeavččanjira nass wurde, ist wieder trocken. Diesmal nehmen wir aber die Brücke.

Bis zum Tjäktjapass sind es noch 150 Höhenmeter. Der Pass liegt auf 1150 Meter Höhe und ist der höchste Punkt des Kungsleden. Gefürchtet ist er bei schlechten Wetter. Bis in den Frühsommer kann hier noch Schnee liegen. Bei schönen Wetter bietet sich ein wunderbarer Ausblick nach Süden ins Tjäktjavagge und nach Norden ins Alisvággi.

Der Weg steigt leicht an. Vor uns liegt eine strauchlose karge Steinwüste, flankiert von felsigen Bergen. Lemminge wuseln durch die Steine und diesmal gelingt es mir einen von vorne mit der Kamera zu erwischen. Ganz schön flink diese Viecher. Zum Pass hin wird das Gelände steiniger und feuchter. Dann kommt noch ein kräftiger kurzer Anstieg und wir stehen auf der Passhöhe. Mit 1050 Meter Höhe haben wir den höchsten Punkt des Kungsledens erreicht. Gute Geister haben hier eine Schutzhütte errichtet. Drinnen ist es noch wohlig warm. Wir setzen uns draußen an die frische Luft und genießen die Aussicht zurück ins Alisvággi. Das erste Drittel des Tages ist geschafft.

Mit dem Pass haben wir auch die Wasserscheide Čeakčačahca (Tjäktjatjattja) erreicht. Und damit geht es für heute nur noch bergab. Um das Tjäktja-Tal entlang zu schauen müssen wir etwas von der Passhöhe absteigen. Hier befindet sich auch der Meditationsplatz der Etappe. Das Tjäktjavágge erstreckt sich rund dreißig Kilometer nach Süden bis zum See Padje Kaitumjaure. Im Gegensatz zur Nordseite des Passes herrschen Grasflächen vor.

Es geht ein kurzes Stück recht steil bergab. Dann folgt der Weg im leicht abschüssigen Talgrund. Am Ufer des Tjäktjajåkka legen wir auf Höhe des Geargeoaivi eine Pause ein und kochen unsere Mittagssuppe. Es ist recht windig und der kalte Wind zieht durch das Tal.

Die zweite Hälfte des Tages zieht sich. Die Grasflächen sind Weideland von Rentieren, die in sicherer Entfernung vom Weg grasen. Schließlich passieren wir den markanten Berg Reaiddánjunni. Die Sälkahütte ist zwar noch nicht zu sehen, aber weit ist es nun nicht mehr. Wie immer noch zwei Kilometer.

Die Sälkahütte liegt an der Mündung des Flusses aus dem Stuor Reaiddávággi in den Tjäktjajåkka. Über Stege erreichen wir trockenen Fusses eine erhöhte Insel mit den Hütten im kleinen Flussdelta. Wir erhalten einen Raum für uns und gehen in der kleinen Butik erst einmal shoppen. Es ist unsere letzte Möglichkeit die Vorräte für die zweite Hälfte der Wanderung aufzufüllen.

Während die anderen die Sauna besuchen gehe ich noch etwas in das Seitental Stuor Reaiddávággi. Einige Rentiere grasen nun direkt an den Hütten und sind alles andere als ängstlich. Der Weg ist gut zu erkennen und führt zur kleinen Hütte Nallo. Ich gehe rund zwei Kilometer und pflücke dabei Blaubeeren.

Routekmh:minOrt
0.00:00Tjäktjastugan
0.20:05Hängebrücke über den Čeavččanjira
4.01:15Tjäktjapass
4.61:30Meditationsplats
13.44:00Sälkastugorna
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