Lappland - Wandern im Kirunafjäll & Narvikfjell

Trekkingtour im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet zwischen Abisko und Navik

9. Tag: Caihnavaggi · Brücke über den Čainajohka · Gállanjohka · Brücke über den Čunojohka · Cunojavri

Von Caihnavaggi nach Cunojavri

Um ein Uhr Nachts werde ich geweckt, da unsere Toilettengänger wieder Nordlichter erspäht haben. Beim letzten Mal haben wir uns beschwert, dass wir bei so einem tollen Himmelsereignis einfach weiter schlafen gelassen worden sind. Nun stehen wir zu dritt und frieren uns den Hintern ab. Die Himmelserscheinung ist recht schwach, aber eindeutig ein Nordlicht. Es ist mein erstes und daher trotzdem beeindruckend. Anschließend kann ich natürlich nicht so einfach wieder einschlafen.

Wir haben weiterhin blauen Himmel und wie jeden Tag stehen wir ab 7:00 auf, frühstücken gegen 8:00 Uhr und wandern, nachdem wir unsere Rucksäcke gepackt und alles sauber gemacht haben, los. Automatisch starten wir damit um circa 9:00. Wieder sind 12 Kilometer am Wegweiser angeschlagen. Heute soll der Weg jedoch einfacher werden.

Ein gut begehbarer Weg führt an der Westseite des kleinen Sees nördlich der Caihnavaggihyttene entlang. Dessen Abfluss hat einen tiefen Canyon gegraben. Wir bleiben oben im Hang und gehen sacht weiter bergab. Rund sechs Kilometer sind es bis zur 300 Höhenmeter tiefer gelegenen Brücke über den Čainajohka. Der Herbst hat Einzug gehalten und die Berghänge leuchten rot vor lauter herbstlich verfärbten Blättern der Blaubeeren. Beim Abstieg haben wir eine wunderschöne Aussicht auf den Gletscher des Storsteinsfjellett im Norden, in das Tal des Moskkučáihná im Süden und über die Ebene im Tal des Čunojohka.

Die Brücke über den Čainajohka erreichen wir kurz vor 12:00 Uhr. Über Feuchtwiesen führt der Weg nun auf der Ostseite des Čunojohka Richtung Čunojávri. Am Gállanjohka gibt es nochmal eine Fußwäsche. Wir entscheiden uns auch noch gleich eine Pause einzulegen und nicht bis zur Hütte durchzulaufen. Inzwischen sind Wolken am Himmel aufgezogen und es weht ein kühler Wind.

Wir setzten unseren Weg fort und beobachten eine ganze Völkerwanderung auf der anderen Talseite. Wenn die auch alle dasselbe Ziel haben wie wir, wird es heute Abend richtig voll. Nördlich des Ákšoluoppal treffen wir auf die Brücke über den Čunojohka. Sie wirkt sehr wackelig und vor allem der hohe Abstieg auf der anderen Seite über eine Leiter ist für einen Hund nicht zu machen. Nach einigen Überlegungen wird eine Furt für Falk gefunden.

Bis zur Hütte sind es noch 1,5 Kilometer. Uns kommen Wanderer entgegen und wir erfahren, dass eine Jugendgruppe an der Hütte zeltet. Der Hüttenwart ist auch vor Ort. Wir kommen in die große Hütte mit drei Zimmern und jeweils zwei Betten. Wenig später kommen Wanderer aus Hunddalen. Sie kommen in die zweite Hütte. Zwei Schwedinnen kommen an und wir werden in zwei Zimmer umquartiert. Als zwei weitere Frauen kommen und wir zu sechst in ein Zimmer sollen, sträuben wir uns erfolgreich. Schließlich können auch die zuletzt angekommenen auf dem Sofa schlafen. Die Schwedinnen verlassen ihr Zimmer lieber gar nicht mehr. Wir wissen die letzten Nächte nun richtig zu schätzen.

KmOrt
0.0Caihnavaggihyttene
6.4Hängebrücke den Kalikselva (Čáihnajoka)
9.0Furt durch den Gállanjohka
12.3Hängebrücke über Ákšoluoppal
13.7Cunojávrihytta