Wandern auf Mallorca

Eine Wanderreise durch die Serra de Tramuntana auf Mallorca im Mai

10. Tag: Port de Pollenca · Alcudia · Heimreise

Alcudia

Der Abreisetag beginnt sehr stürmisch. Der Wind war schon die ganze Nacht aktiv und wirbelte die Balkonmöbel umher. Unsere Flüge gehen erst am Abend und so müssen wir irgendwie bis 17 Uhr die Zeit verbringen. Da Sonntags in Alcudia Markt ist, bot sich ein Besuch als Abschluss der Reise an. Gegen 10 Uhr machten wir uns mit dem Bus auf den Weg in die Nachbarstadt.

Die Busfahrt bringt uns direkt zur Altstadt von Acudia, wo bereits das Leben tobt. In den schmalen Gassen drängen Touristen an den verschiedensten Ständen vorbei. Zusammen gehen wir zu einem Cafe an dem wir uns am frühen Nachmittag wieder treffen wollen. Dann stürzen wir uns in Getümmel.

Die Altstadt ist umringt von einer Stadtmauer, auf der teilweise die Ortskern umrundet werden kann. Gesagt getan. Nun schauen wir auf die Dächer und das Getümmel inab. Die Mauer bringt etwas abseits des Trubels. Und wenig später sind wir wieder mitten drin. Eindeutig der Obst- und Gemüsemarkt. Mallorcinische Erdbeeren locken und auch die ersten Kirschen der Insel werden angeboten. Bei Kirschen kann ich nicht nein sagen. Keine gute Wahl, denn sie sehen deutlich besser aus als sie schmecken. Ich vernichte jedoch trotzdem alle durch den Magen.

Nächste Station ist die Kirche. Ein Schild weisst zu einem Musem hin. Die Treppe führt jedoch nur hinter einen Hochaltar und auf der anderen Seite wieder runter. Dafür kann man den Leute in der Kirche durch einen Rahmen zu winken. Das wiederum wirkt von unten gesehen sehr merkwürdig. Zumal wenn sich Besucher umrahmt von Gold und Silber fotographieren lassen.

Auf einem Marktplatz treffen wir die ersten der Gruppe wieder. Es ist etwas schwiereig einen Stuhl zu bekommen, denn selbst wenn einer frei wird, darf er nicht einfach genommen werden. Am Ende dürfen wir dann aber doch zusammen sitzen. Anschliessend machen wir uns zu unserem Treffpunkt-Cafe auf. Es ist noch niemand sonst da, aber da der Markt nicht mehr soviel her gibt, studieren wir schon einmal die Karte für das Mittagessen.

Gegen drei Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bus. Diesmal ist das Gedränge gross. Bei aller Geduld, irgendwann habe ich die Nase voll dass immer mehr vordrängeln. Eine Engländerin wird nun zu Hause etwas von der unflätigen Deutschen zu berichten haben, die sie einfach nicht vorgelassen hat, obwohl sie ja bereits vorher da war. Sie hatte wohl den falschen Bus gewählt, aber das war mir egal, denn wir hatten uns als eine der ersten ganz ordentlich beinrichtigen Bus angestellt.

In Port Polencia hatte sich der Wind inzwischen gelegt. Wir ziehen noch einmal für ein Eis los zum nächsten Eisverkäufer und beobachten die Leute auf der Strasse. Und dann ist es endlich so weit und unser Bustransfer kommt um uns abzuholen. So richtig glauben will der Busfahrer es nicht, dass wir die richtigen sind, aber nachdem nemand anderes auftaucht fährt er uns zum Flughafen.