Wintereinbruch auf dem Fernwanderweg E5

Transalp - Zu Fuß über die Alpen von Oberstdorf nach Meran

Letzte Vorbereitungen

Je dichter der Urlaub kam je schlechter wurde das Wetter. Die Tagesschau meldete ein Tiefdruckgebiet und Schneefall bei 1500m. Ich wolle Freitags mit der ersten Zugverbindung nach Oberstdorf anreisen und würde erst kurz vor dem Treffpunkt ankommen. Ich rief bei Oase Alpin an um meine knappe Ankunft anzukündigen und erfuhr, daß die Wanderung stattfinden soll. Also schnell noch eine Rucksackhülle und ordentliche Handschuhe gekauft, beides würde ich bei dem Wetter wirklich gebrauchen.

Anreise nach Oberstdorf

Nun saß ich Ende September im Zug nach Oberstdorf, es regnete Bindfäden und der Zug war voll Leute auf dem Weg zum Oktoberfest. Ich hatte gehofft noch es schlafen zu können, denn die Nacht war kurz gewesen, aber bei Gegröle und lauter Musik von den Toten Hosen war daran wirklich nicht zu denken. In Ulm regnete es immer noch und auch im Zug nach Oberstdorf war bis Memmingen Party angesagt.

Die Berge kamen in Sicht und an den Hängen sah man den ersten Schnee des kommenden Winters. Befürchtungen, ich sei umsonst angereist, mischten sich mit den Gedanken, dass ich mich etwas verbucht haben könnte. Irgendetwas wird schon laufen.

In Oberstdorf stellt sich heraus, ich bin nicht alleine, es gibt noch mehr so Verrückte. Und wir wandern trotz des Wintereinbruchs. Mit Gamaschen, Rücksackhülle und Schirm ausgerüstet geht es im Sammeltaxi zur Spielmannsau (1002m). Dort stoßen zwei weitere Wagemutige zu uns.

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