Wanderung durch den westlichen Sarek

Von Kvikkjokk zum Pårtetjåkkå Observatorium, Luohttoláhko-Ebene und Alkavare Kapelle

3. Tag: Njáhkájåhkå · Dáhtájiegge · Unna Dáhtá · Stuor Dáhtá

Am Unna und Stuor Dáhtá

Um 5 Uhr werde ich wach und bin noch müde. Es regnet nicht. Ich habe Handyempfang am Njáhkájåhkå und checke den Wetterbericht. Es sieht weiterhin sehr regnerisch für die erste Woche aus. Ich drehe mich noch einmal um. So früh muss nicht sein.

Als ich um 9:00 wieder aufwache, nieselt es. Meine Sachen von gestern sind noch nass. Nun war es wochenlang gutes Wetter und als ich los gehe sind Regentage angesagt. Erst einmal frühstücken. Ich höre auf dem Kungsleden Wanderer vorbeikommen, aber ich verspüre keine große Lust loszugehen solange es aufs Zeltdach tröpfelt. Zumindest zum Stuor Dáhtá möchte ich heute gehen und so packe ich langsam ein. Als ich im Nieselregen das Zelt einpacken will, kommt noch einmal ein kräftiger Schauer runter. Das war es dann aber erst einmal mit dem Regen.

Abzweigung nach Pårek (Boarek)Abzweigung nach Pårek (Boarek)

Ich komme um 12 Uhr los. Die ersten Wanderer machen am Rastplatz eine Pause. Sogar die Sonne lacht nun zwischen den Wolken hindurch. Nach einer Viertelstunde erreiche ich die Abzweigung nach Pårek (Boarek). Boarek ist die Sameviste der Jåhkågaska Samen, die vor allem im Frühjahr und Herbst aktiv ist. Ein Paar steht an den Informationstafeln und macht Pause.

Brücke im Sumpfgebiet DáhtájieggeBrücke im Sumpfgebiet Dáhtájiegge

Ich verlasse den Kungsleden und gehe nun nach Norden. Ein ausgetretener Trampelpfad schlängelt sich durch den Fjällbirkenwald. Das Sumpfgebiet Dáhtájiegge taucht auf. Es sind Holzbretter verlegt und über einen Bach führt sogar eine einfache Holzbrücke. Vom See Unna Dáhtá sehe ist erst einmal nichts. Der Pfad verläuft vom Ufer entfernt, weiter oben im Wald. Ich passiere eine alte verfallene Zeltkåte. Ein umgefallener Baum hat ihr irgendwann einmal den Rest gegeben. Inzwischen hat mich das Paar von der Abzweigung überholt.

Weiter schlängelt sich der Weg durch den Wald immer auf einer Anhöhe entlang. Er wurde als steinig beschrieben, aber ich finde ihn zumindest hier gut zu gehen. Ich bin schon fast am Nordende als ich endlich etwas über den See blicken kann. Im Grunde ist der Großteil des sichtbaren Wassers bereits der Stuor Dáhtá.

Bach am Stuor DáhtáBach am Stuor Dáhtá

Vorbei an einem Feuchtgebiet und einer letzten Anhöhe, dann sehe ich schon den Bach, der in die nordwestliche Ecke des Stuor Dáhtá mündet. Hier soll es Zeltplätze geben. Das Paar sitzt am Bach und macht Pause. Da es recht trocken ist, quere ich ihn weiter am See und gehe auf eine freie Fläche zu. Weiter am Seeufer sieht es besser aus und wenig später stoße ich auf einen Pfad und den perfekten Platz. Etwas weiter gibt es sogar eine kleine Landzunge, auf der es möglich ist zu zelten, aber es ist auch recht windig. Ich entscheide mich lieber für den geschützten Platz.

Zeltplatz am Stuor DáhtáZeltplatz am Stuor Dáhtá

Es ist erst 14 Uhr und ich bin keine 4 Kilometer gegangen, aber egal. Ich baue auf und gönne mir eine Portion Kartoffelpüree zu Mittag. Das Wetter hellt immer weiter auf und so bekomme ich auch meine Sachen wieder trocken. Der Platz scheint beliebt zu sein, denn im Laufe des Nachmittags kommen mehrere Wanderer die Sackgasse entlang. Nach einer Portion Pasta in Tomatensauce und Walnüssen gehe ich um 21 Uhr ins Bett.

Anzeige:
Karte
Profil
Seite zurück
nach oben
Seite  vor