Wandern auf Korsika

Korsika im Herbst

4. Tag: Küstenwanderung nach Punta Mortella

Wanderung von Saint Florent zur Punta Mortella

Eine Wanderung zum Leuchtturm Punta Mortella steht heute auf dem Progamm. Eigentlich sollte die Küstenwanderung bis zum schönen Strand Plage du Lotu führen und die Rückfahrt mit einem Boot stattfinden. Leider fährt das Boot so spät im Jahr nicht mehr und wir müssen beide Richtungen wandern was zusammen rund 17 Kilometer sind.

Am Punta de CepoAm Punta de Cepo

Vom Campingplatz geht die Wanderung los. Zunächst wandern wir auf Nebenstrassen und Feldwegen bis wir zur Fornali Bucht gelangen. Von hier aus führt ein schmaler Pfad die Küste entlang. Bald erreichen wir das Kap Punta de Cepo. Die Felsen laden zu einer kleinen Pause ein.

An der Mündung des Fiume SantuAn der Mündung des Fiume Santu

Die Mündung des Valdolese ist kaum zu erkennen. Ein Stück breiter Sandstreifen teilt eine kleine sumpfige Brackwasserlagune vom Meer und dient uns als Brücke.

Ein Stückchen weiter mündet der Fiume Santu. Hier heisst es trotz flachen Wasser die Schuhe ausziehen. Die Bucht ist wünderschön und läd zum verweilen ein. Allerdings liegt auch hier im Hinterland eine grosse Brackwasserlagune, die beliebter Brutplatz für Mücken zu sein scheint. Wirklich aushalten lässt es sich nur im Wasser...

Blick zum Turm MortellaBlick zum Turm Mortella

Das nächste Highlight ist schon zu sehen, die Turmruine von Mortella. Während der Turm von der einen Seite komplett zerstört ist, wirkt es von der anderen Seite als sei der Bauwerk noch komplett.

Die Landzunge bietet eine schöne Aussicht und der Turm willkommenen Schatten, ein idealer Pausenplatz also. So langsam trudeln alle ein. Ein Stückchen weiter liegt der Leuchtturm Phare de Mortella. Es bildet sich eine kleine Gruppe, die sich auf den Weg macht auch dieses Bauwerk zu erkunden.

Historische SignalstationHistorische Signalstation

Der Pfad führt jedoch nicht direkt zum Leuchtturm, sondern auf eine Anhöhe im Landesinnere. Zwar gelangen wir so nicht zum Leuchtturm stehen aber plötzlich vor einem anderen alten Gebäude, welches sich als eine Historische Signal Station herausstellt. Die Tür steht offen und so inspizieren wir das Innere. Ein schönes Gebäude - Schade das es so verfällt.

Der Leuchtturm muss noch dran glauben, auch wenn wir querfeldein gehen müssen und wenig später geniessen wir die Aussicht vom Fusse des Bauwerks. Eine Treppe führt hinunter zum Meer und wäre der bequemere Aufstieg gewesen. Beim nächsten mal sind wir schlauer.

Blick hinüber nach Saint FlorentBlick hinüber nach Saint Florent

Es ist Zeit wieder zum Campingplatz zurück zukehren. Eine lange Strecke liegt vor uns und nun wissen wir bereits an welcher Bucht sich eine Zwischenpause zum Baden lohnt.

Wir können immer wieder hinüber schauen nach Saint Florent und nähern uns nur langsam. Das Wasser wird langsam knapp als wir die Fornali Bucht erreichen. Am Campingplatz angekommen gibt es erst einmal ein kaltes Getränk an der Rezeption und schon sind die Lebensgeister wieder geweckt.