Trekking-Ausrüstung

Trekking-Ausrüstung für eine mehrtägige Solotour

Kochen

Etwas Warmes braucht der Mensch und nicht nur bei schlechtem Wetter ist eine warme Mahlzeit Gold wert. Also muss ein Kocher mit. Welcher Brennstoff ist eine Frage der Region und der Außentemperatur, oft aber auch nur des persönlichen Geschmacks.

Gaskocher Optimus Vega

Für meine Touren in Skandinavien habe ich mich für einen Gaskocher entschieden. Die Kartuschen mit Schraubventil sind weit verbreitet und damit gut erhältlich.

Gaskocher Optimus VegaGaskocher Optimus Vega

Die Wahl fiel auf den Optimus Vega, der als Spinne konzipiert ist. Bei diesen Modellen wird der freistehende Brenner per Schlauchleitung mit der Gaskartusche verbunden und nicht direkt auf die Kartusche geschraubt. Dadurch ist der Kocher zwar etwas schwerer, aber der Schwerpunkt ist deutlich niedriger und damit die Standfestigkeit höher. Der Optimus Vega bringt ein Gewicht von rund 180g auf die Waage.

Um den Gasverbrauch gering zu halten, sollte ein Windschutz verwendet werden. Ich stelle den Brenner zudem auf einen Titanteller um diesen auch von unten abzuschirmen. Zudem ist der Stand bei weichen Untergrund verbessert und er verhindert das Ansengen von Gras.

Bleibt die Frage nach der benötigten Gasmenge. Ich koche 2-3 mal am Tag Wasser für Tee oder eine Nudelsuppe. Am Abend bereite ich die warme Hauptmahlzeit mit einer Kochzeit von 3-10 Minuten zu. Ich komme bis zu 12 Tage mit einer 450g Primus Gaskartusche aus.

Kochtöpfe von Snow Peak

Zum Kochen verwende ich inzwischen Kochtöpfe aus Titan. Die Firma Snow Peak bietet ein Kochset mit zwei Töpfen á 1000ml und 780ml. Zu beiden gehört je ein tiefer Deckel, der auch als eine Art Pfanne verwendet werden kann. Zum richtigen Braten ist der Deckel nicht geeignet, aber für Rührei oder ein paar frische Pilze reicht es. Das Set wiegt zusammen 330g. Anzahl und Größe haben sich bei mir bewährt. Ergänzt wird das ganze noch um einen 450ml Becher der gleichen Firma, welcher 67g wiegt.

Platypus Wasserbehälter

Auch wenn es überall in Skandinavien trinkbares Wasser gibt, ist spätestens am Zelt ein Wasserbehälter nützlich. Ich habe statt einer Trinkflasche einen 2-Liter Trinkbeutel von Platypus dabei. Ist das Zelt aufgebaut, fülle ich den Beutel voll und hab so immer etwas griffbereit. Am Tag ergibt es dagegen wenig Sinn die vollen zwei Kilo durch die Gegend zu schleppen, wenn es immer wieder frisches Bachwasser gibt. Den dazu erhältlichen Trinkschlauch verwende ich bei meinen Trekkingtouren nicht. Der Platypus ist mit 36g ein robustes Leichtgewicht und lässt sich im leeren Zustand platzsparend zusammenlegen oder rollen.

Wasserfilter

Wasser ist in Skandinavien reichlich vorhanden. Die Seen haben häufig Trinkwasserqualität und so verzichte ich auf die Aufbereitung von Wasser. Mit wenigen Regeln lässt sich gutes Trinkwasser sicherstellen und die Gefahr von Durchfall vermeiden.

  • Schnell fließend, möglichst ein kleiner kräftig sprudelner Bach mit hohen Gefälle
  • keine Siedlung/Hütte/Winterplatz der Samen oberhalb der Wasserentnahmestelle (Blick auf die Karte)
  • Achtung bei Viehherden, Landwirtschaft und Industrie

In dicht besiedelten Gebieten sollte man bei Trinkwasser mehr Vorsicht walten lassen. Wer unsicher ist, kann das Wasser abkochen, was sich jedoch auf den Brennstoffverbauch negativ auswirkt. Micropure Wasseraufbereitungstabletten sind eine chemische Alternative. Die Silberionen machen das Wasser zudem lange haltbar. Negativ ist die lange Einwirkzeit von 2 Stunden.

Als dritte Möglichkeit gibt es mechanische Wasserfilter, welche wirksam gegen Mikroorganismen sind. Sie sind inzwischen sehr leicht und haben eine große Durchlaufleistung. Der BeeFree-Wasserfilter schafft zum Beispiel 2 Liter pro Minute und wiegt 63g.

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